MINT-Macher im Rampenlicht

Wer junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik begeistern will, muss sich etwas einfallen lassen. Spannende Projekte für den Unterricht zu entwickeln oder Arbeitsgemeinschaften zu betreuen, braucht Zeit und Kreativität. Lehrkräfte, die sich in diesem Bereich überdurchschnittlich engagieren, möchte die Stiftung NiedersachsenMetall besonders wertschätzen. Jährlich ehrt sie im Rahmen ihres Bildungsforums MINT-Lehrkräfte für ihren herausragenden Einsatz.

Kriterien

Vorgeschlagen werden können Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufen I und II an allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen.

Der Preis der Stiftung NiedersachsenMetall für besonderes Engagement von Lehrerinnen und Lehrern in den MINT-Fächern in Niedersachsen wird für das mehrjährige, herausragende Engagement einer einzelnen Lehrkraft in den MINT-Fächern vergeben. Hierbei wird Folgendes berücksichtigt:

  • Die Lehrkraft entwickelt federführend kreative und innovative Konzepte zur Vermittlung der MINT-Fächer und führt diese über einen längeren Zeitraum durch. Interdisziplinäre und jahrgangsübergreifende Ansätze, die Förderung von Mädchen sowie mehrmalige Durchführungen der Aktivitäten werden hierbei besonders gewürdigt.
  • Die Lehrkraft hat (ein oder mehrere) Projekte mit Leuchtturmcharakter initiiert und durchgeführt. Diese können auf einen kürzeren Zeitraum angelegt und in sich abgeschlossen sein.
  • Die Lehrkraft kooperiert mit außerschulischen Partnern (z. B. Unternehmen, Hochschulen, Verbänden) und fördert damit die Berufs- bzw. Studienorientierung ihrer Schülerinnen und Schüler.
  • Die Lehrkraft motiviert ihre Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme an Wettbewerben im MINT-Bereich und schafft Anreize, sich mit Fragen und Aufgabenstellungen über Unterrichtsinhalte hinaus auseinanderzusetzen.

Der Projekt-Preis der Stiftung NiedersachsenMetall wird für ein in sich geschlossenes, herausragendes MINT-Projekt vergeben. Dieses wird von einer Einzelperson oder einem Team umgesetzt und im Rahmen schulischer Aktivitäten (im Unterricht, in AGs oder in sonstigen schulischen Aktivitäten) durchgeführt. Hierbei wird Folgendes berücksichtigt:

  • In dem Projekt werden curriculare Vorgaben besonders kreativ und anschaulich umgesetzt.
  • Das Projekt zeichnet sich durch hohen Alltagsbezug aus und greift Interessen der Schülerinnen und Schülern auf.
  • Das Projekt erhält durch die Kooperation mit außerschulischen Partnern (z. B. Unternehmen, Hochschulen, Verbänden) wertvolle Impulse und unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei der Berufs- bzw. Studienorientierung.

Preisträger Timeline

  • 2018
  • 2017
  • 2016
  • 2015
  • 2014
  • 2013
  • 2012

Daniel Klink ist Fachlehrer für Technik und Wirtschaft an der Schule Am Dobrock in Cadenberge.

Schule Am Dobrock

Oberreihe 11

21781 Cadenberge

 

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Daniel Klink:

Projekte/ Unterrichtsaktivitäten

  • Kooperationsprojekt mit umliegenden Grundschulen "Lego WeDo"
  • Organisation und Durchführung des jährlichen Ausbildungsforums. Ausbildungsbetriebe treffen in Gesprächsrunden auf Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 bis 10. Daraus sind bereits zahlreiche Praktika und Ausbildungsverträge hervorgegangen.
  • Projekttag "IT erleben" - Workshop zum Thema Datenschutz und Kommunikation im Netz sowie Urheberrecht im Alltag für Schülerinnen/ Schüler und Lehrkräfte.
  • Barcamp Digitalisierung für Lehrkräfte unterschiedlicher Schulformen (Primarstufe bis Sekundarstufe II), Landesschulbehörde, NLQ. Ziel: Austausch über den Umgang mit der Digitalisierung in Schulen.
  • Entwicklung schuleigener Arbeitspläne im Fach Technik für die Jahrgänge 5 bis 10.

 

Wettbewerbe/ Auszeichnungen

  • Formel 1 in der Schule
  • Ideenfang (im Rahmen der IdeenExpo 2015, 2017 und 2019
  • Konzeption und Durchführung eines Technik-Wettbewerbs in Kooperation mit der Claas-Stiftung
  • MINT-Schule Niedersachsen: Exzellenzauszeichnung für Schulen der Sekundarstufe I

 

Darum hat die Jury Daniel Klink für den Preis der Stiftung NiedersachsenMetall ausgewählt:

  • Daniel Klink entwickelt über Jahre federführend ansprechende und innovative Konzepte zur Vermittlung der MINT-Fächer. Dabei gelingt es ihm, solche Umsetzungswege zu finden, die nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch potentielle Sponsoren begeistern.
  • Die Projekte, Unterrichtsansätze und alle weiteren schulischen Aktivitäten von Daniel Klink zeugen von seinen pädagogischen Fähigkeiten, einem großen Organisationstalent, von herausragender Team- und Netzwerkfähigkeit und einer beeindruckenden Überzeugungskraft.
  • Frei nach Montessori - "Hilf ihnen, es selbst zu tun" - pflegt er mit seinen Schülerinnen und Schülern einen Umgang auf Augenhöhe und nimmt sich gleichzeitig zugunsten ihres Lernerfolgs zurück.
  • Seine Ideen und Erfahrungen gibt er selbstverständlich sowohl an das eigene Kollegium als auch an Kolleginnen und Kollegen anderer Schulen weiter.
  • Er arbeitet in verschiedenen Arbeitsgruppen des Schulträgers (Landkreis Cuxhaven) mit, um die Digitalisierung des Unterrichts voranzubringen. Die Oberschule Cadenberge ist ISERV-Pilotschule sowie Pilotschule Tabletklassen.

Isabell Stahlhut ist Fachlehrerin für Mathematik, Chemie und Informatik am Wilhelm-Busch-Gymnasium in Stadthagen.

Wilhelm-Busch-Gymnasium

Schachtstr. 53

31655 Stadthagen

 

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Isabell Stahlhut:

Projekte / Unterrichtsaktivitäten

  • Wahl-AGs Informatik
  • Robotik-Samstage in Kooperation mit benachbartem Gymnasium und benachbarter Grundschule
  • Grundschulprojekte Robotik durchgeführt von Oberstufenschülerinnen und -schülern, um möglichst früh die Scheu vor der Robotik zu nehmen
  • Modellprojekt: Kooperation mit einer Grundschule zum Thema Informatik und Technik in der Grundschule
  • Angebot von Informatikkursen in der Mittel- und Oberstufe (versetzungsrelevant

 

Wettbewerbe / Auszeichnungen

  • Teilnahme an der World Robot Olympiade (WRO)
  • Durchführung des Regionalwettbewerbs WRO an der eigenen Schule
  • Informatik-Biber
  • Bundeswettbewerb Informatik
  • RoboCup Junior / regionale Qualifikation und German Open
  • First Lego League - Mitwirkung in der Jury, später Teilnahme mit Schülerinnen und Schülern
  • Roberta Challenge
  • Jugend-Wettbewerb Informatik (JWInF)
  • Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz

 

Darum hat die Jury Isabell Stahlhut für den Preis der Stiftung NiedersachsenMetall ausgewählt:

  • Isabell Stahlhut erhält den Preis der Stiftung NiedersachsenMetall für ihr Engagement im Fach Informatik. Ihr überdurchschnittlicher Einsatz und ihre Erfolge in diesem Bereich haben die Jury so beeindruckt, dass sie für den Preis der Stiftung NiedersachsenMetall ausgewählt wurde.
  • Durch ihr motivierendes und mitreißendes Engagement hat Isabel Stahlhut es geschafft, an ihrer Schule eine wahre Begeisterungswelle für die Informatik und Robotik auszulösen: Im Schuljahr 2018/ 19 hatte das Wilhelm-Busch-Gymnasium 636 Teilnahmen an Robotik- und Informatik-Wettbewerben zu verzeichnen. Bei einer Gesamtzahl von 787 Schülerinnen und Schülern ist das mehr als beachtlich.
  • Die Vorbereitung auf die Wettbewerbe geschieht zumeist im Rahmen von AGs. Dies veranlasst die Schülerinnen und Schüler, Informatik im Wahlpflichtkurs der Klasse 9 oder in Kursen in der Qualifikationsphase in Klasse 10/ 11 bis 12 anzuwählen. Die Anwahl der benoteten Informatik-Kurse hat sich durch Isabell Stahlhuts Engagement erhöht.
  • Bemerkenswert ist darüber hinaus ihr Ansatz, Schülerinnen und Schüler bereits früh für die Informatik zu begeistern. Das führt zu diversen Kooperationsprojekten mit Grundschulen und dazu, dass es ihr gelingt, auch Mädchen frühzeitig für Informatik zu gewinnen.

Uwe Hoormann ist Fachlehrer für Technik, Mathematik, Wirtschaft, Deutsch und Sport an der Schule am Schloss in Sögel.

Schule am Schloss / Oberschule Sögel

Schlaunallee 12

49751 Sögel

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Uwe Hoormann:

Projekte

  • Soundtrack Technik - Entwicklung einer mobilen Lautsprecherbox
  • Schrottauto - Wiederaufbau eines stark beschädigten Autos bis zur TÜV-Abnahme, in Kooperation mit einem örtlichen Autohaus
  • Schulhof-Projekt - neue attraktive Gestaltung des Schulhofes, u.a. mit Klettergerüst und Bau einer Schaukel, in Kooperation mit einem örtlichen Metallbau-Unternehmen
  • Bauwagen-Projekt - Restaurierung eines maroden Bauwagens zur Spielausleihe im Rahmen der "Bewegten Pause"
  • Mitarbeit in der Kooperation mit dem "Nassau College Norg" - sechswöchiges Projekt mit einer niederländischen Schule

 

Wettbewerbe / Auszeichnungen

  • JeT-Challenge
  • Gütesiegel "Startklar für den Beruf"

 

Darum hat die Jury Uwe Hoormann für den Preis der Stiftung NiedersachsenMetall ausgewählt:

  • Im Leitbild der Schule am Schloss ist verankert, dass die Schülerinnen und Schüler zu eigenverantwortlichem Handeln angeleitet werden sollen. Uwe Hoormann fokussiert sich dabei auf die berufliche Orientierung und Entwicklung der Schülerinnen und Schüler, indem er eine vertiefte Berufsorientierung durchführt und den Berufswahlprozess dabei sinnvoll unterstützt.. Der Schwerpunkt liegt auf praxis- und ortsnahen Projekten, um den Schülerinnen und Schülern eine direkte Anknüpfung zu ermöglichen. Die Unterstützung leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler liegt im ganz besonders am Herzen.
  • Uwe Hoormann leitet die Schülerinnen und Schüler im Unterricht oder durch Projekte zum kreativen Arbeiten an und bringt sie dadurch dazu, auch eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen.
  • Durch sein engagiertes, gut gelauntes und authentisches Auftreten ist er für seine Schülerinnen und Schüler nicht nur Lehrer, sondern auch Vorbild.
  • Uwe Hoormann ist ein Netzwerker, der sein gutes Netzwerk zugunsten seiner Schülerinnen und Schüler und im Sinne der Projekte gewinnbringend einzusetzen weiss.

Realschule Calberlah

Schulstr. 3

38547 Calberlah

 

 Ansprechpartner:

Steffen Jauch

Projektbeschreibung:

Die Idee:

  • MINT-Fächer dienen als Grundlage, dem großen Geheimnis des Weltraums, der Weltraumforschung und der sich daran anknüpfenden Wissenschaften auf die Spur zu kommen.
  • "Mission X - train like an astronaut" umfasst drei Projektansätze:

-"AG Mission X" für Grundschülerinnen und Grundschüler. Angeleitet von Schülerinnen und Schülern des 8. Jahrgangs der Realschule Calberlah erleben 24 Grundschüler wöchentlich ausgewählte und altersgerecht aufbereitete Aspekte der Weltraumforschung (z.B. Programmierung eines Mars-Roboters, biologische Tests und Versuche zum Pflanzenwachstum im All, Auswirkungen der Mikrogravitation auf den Körper), des Astronautentrainings von ESA und NASA (Kraft-, Ausdauer-, Geschicklichkeits- und weitere Trainings, Training eines Weltraumspaziergangs, Vermittlung von Kenntnissen über gesunde Ernährung) und der Raumfahrttechnik (Bau einer Modellrakete). Im Laufe eines Jahres durchlaufen die Schüler so die Abläufe einer echten Weltraummission. Höhepunkt des Schuljahres sind der Besuch im School Lab des DLR in Braunschweig und der Raketenflug-Tag.

- "AG Mission X" für Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen. Das Konzept ist das gleiche wie für die Grundschüler und entsprechend altersgerecht angepasst.

- "Spaceday" im Rahmen der Woche der Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs. Aufgabe: Gründung einer Kolonie außerhalb der Erde und Entwicklung von Lösungen verschiedener Raumfahrtfragestellungen: z.B. Kommunikation zwischen Erde und Kolonie und technisches Design der Kolonie. Schülerinnen und Schüler erleben hier den Arbeitsalltag von Entwicklungsingenieuren sowie Beschäftigten in Elektro-, Metall- und Handwerksberufen und üben sich in Teamarbeit und technischer Kommunikation.

 

Darum hat die Jury "Mission X" für den Projektpreis der Stiftung NiedersachsenMetall ausgewählt:

Das Projekt, das für drei unterschiedliche Schüler-Zielgruppen ausgearbeitet wurde, besticht durch seinen Vielschichtigkeit, seine herausragend kreativen und gleichzeitig lehrreichen Elemente sowie seinen beeindruckenden Ansatz, über das Thema Weltall und Raumfahrt die verschiedenen MINT-Fächer einzubeziehen.

Dabei werden örtliche Kooperationspartner wie Handwerksbetriebe oder der Kartoffelbauer von nebenann ebenso mit einbezogen wie übergeordnete Einrichtungen wie das DLR oder das ESERO (European Space Education Resource Office) an der Ruhr-Universität Bochum.

Die AG-Nachmittage werden darüberhinaus im projekteigenen Blog skizziert und das Material Interessierten anderer Schulen und Institutionen zur Verfügung gestellt.

Dominic Spittmann ist Fachlehrer für Physik und Technik an der Robert-Koch-Realschule Langenhagen.

Robert-Koch-Realschule
Rathenaustr. 14
30853 Langenhagen

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Dominic Spittmann:
Projekte

  • Einführung und Durchführung des SolarCups: die Etablierung des Wettbewerbs im Raum Hannover geht auf Dominic Spittmanns Engagement zurück. Seit 2017 führt er den Konstruktionswettbewerb an der RKS Langenhagen durch und nimmt selbst mit seinen Schülern daran teil.
  • Seit 2015 Engagement mit  seiner Schule als Mitglied im Roberta- Netzwerk Hannover. Input und Ideen für das Kollegium der Robotik-Lehrkräfte, die sie im Unterricht umsetzen können.
  • SIM&LEARN: Mädchen der 8. bis 10. Jahrgangsstufen mit Migrationshintergrund werden fit gemacht für eine mögliche Ausbildung im Technikbereich.
  • "Einfach genial": ein künstlerisches Projekt, das Schülern helfen soll, neues Zutrauen in die eigenen Möglichkeiten zu fassen. .
  • Wettbewerbe
  • Ideenfang - Wettbewerb der Stiftung NiedersachsenMetall zur IdeenExpo, Teilnahme seit 2011
  • SolarCup - Ausrichtung und Teilnahme seit 2017
  • Roberta-Challenge

Darum hat die Jury Dominic Spittmann mit dem Preis der Stiftung NiedersachsenMetall ausgezeichnet:
Dominic Spittmann engagiert sich stark auf dem Feld der Robotik, welches er umfassend bearbeitet. Er ermutigt nicht nur seine Schüler zur Teilnahme an Wettbewerben, sondern schafft mit der Betreuung der Mitgliedschaft seiner Schule im Roberta-Netzwerk Strukturen für seine eigene Arbeit und die seiner Fachlehrer-Kollegen. Aber auch in anderen Bereichen ist Dominic Spittmann überdurchschnittlich engagiert: beim SolarCup nimmt er mit seinen Schülern nicht nur am Wettbewerb teil, sondern er führt ihn seit 2017 in Hannover auch selbst durch. Fazit der Jury: ein überdurchschnittlich engagierter Lehrer - und zwar gleichbleibend über viele Jahre.

Dr. Endre Kajari ist Fachlehrer für Mathematik und Physik am Schiller-Gymnasium Hameln.

Schiller-Gymnasium
Gröninger Str. 15
31785 Hameln

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Dr. Endre Kajari:

Projekte:

  • Einrichtung einer Forscher-AG. Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 12 können zusammen mit anderen oder alleine auch längerfristig naturwissenchaftlichen Fragestellungen nachgehen.
  • Angliederung eines GYPT-Zentrums (German Young Physicist' Tournament) an das Schiller-Gymnasium. Schülerinnen und Schüler, die an der deutschen Physikmeisterschaft teilnehmen möchten, werden hier unterstützt und vorbereitet. 
  • Leitung des GYPT-Zentrums Hameln und damit Koordinierung verschiedener MINT-Aktivitäten der Weserbergland-Region.
  • Initiative für die Einrichtung eines Schülerforschungszentrums in Hameln.

 

Wettbewerbe:

  • Deutsche Physikmeisterschaft GYPT

Darum hat die Jury Dr. Endre Kajari für den Preis der Stiftung NiedersachsenMetall ausgewählt:

Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit von Dr. Kajari liegt auf dem Gebiet der Physik. Hier führt Dr. Kajari umfängliche Projekte durch und nimmt mit seinen Schülern an Wettbewerben teil. Mit seiner außergewöhnlichen fachlichen und pädagogischen Kompetenz motiviert er seine Schüler über einen längeren Zeitraum, an Projekten teilzunehmen und steht damit für eine nachhaltige MINT-Förderung. Die Jury hat besonders überzeugt, dass es ihm gelingt, in einer Region abseits der Ballungsräume und ohne Anbindung an eine Universität oder Hochschule die MINT-Aktivitäten unterschiedlicher Anbieter zu vernetzen und eigene Angebote aufzubauen.

Neues Gymnasium
Mühlenweg 63/ 65
26384 Wilhelmshaven

Ansprechpartnerin Wiebke Endres

Projektbeschreibung

  • Schülerinnen und Schüler der Klassen 4 bis 6 unterschiedlicher Schulformen fahren ein verlängertes Wochenende lang auf die Insel Wangerooge. Dort gehen sie naturwissenschaftlichen Fragestellungen zu wechselnden Themen mit maritimem Bezug nach - z.B. "Biologie des Meeres", "Wind und Wetter" oder "Schifffahrt und Fischerei".
  • Das jeweilige Oberthema wird von den Kindern aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und intensiv erforscht. Neben den rein naturwissenschaftlichen werden immer auch gesellschaftspolitische Fragestellungen behandelt, z.B. Auswirkungen auf Fischereiwirtschaft, Tourismus etc. 
  • Fachlichen Input geben der Kooperationsverbund Begabung und Talente fördern sowie Referendare des Studienseminars, beide Wilhelmshaven.

Darum hat die Jury die Akademie am Meer für den Projektpreis der Stiftung NiedersachsenMetall ausgewählt:

Die Akademie am Meer ist schul- und jahrgangsübergreifend. Das gilt sowohl für die Kinder als auch die durchführenden Lehrer. Die Kinder lernen in unterschiedlichen Altersgruppen mit- und voneinander. Impulse von außen geben die Kooperationspartner, der Kooprationsverbund Begabung und Talente fördern und das Studienseminar Wilhelmshaven. Die Akademie geht themengestützt auf die Interessen der Teilnehmer ein, wobei der Bezug zu den Kerncurricula besteht. Mit entscheidend für die Jury war: Das Projekt wurde aus der Elternschaft heraus für den Projektpreis der Stiftung vorgeschlagen. Dies ist besonders zu werten, da es beweist, wie hohe Akzeptanz die Akademie bei den Eltern für ihre Kinder findet.

 

Pestalozzischule - GOBS Hameln
Pestalozzistr. 1
31785 Hameln

 

Ansprechpartner Boris Maretzke

Projektbeschreibung:

Mit Hilfe von Versuchen und Modellen wird Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klassenstufen physikalisches und technisches Grundwissen über die Fliegerei vermittelt. Dabei konstruieren und bauen sie Flugmodelle selbst und testen ihr Können in einem selbstgebauten Flugsimulator. Mit einem Wetterballon werden die physikalischen Bedingungen in der Startosphäre simuiert. Bei guter Wetterlage werden dann regelmäßig Flugtage auf dem Flugplatz in Rinteln/ Möllenbeck durchgeführt, bei denen die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung der durchführenden Lehrkraft mit dem schuleigenen Motorschirmtrike selbst aktiv fliegen. Als Kooperationspartner wurden u.a. die Firma MTU und das LTG62 gewonnen.


Darum hat die Jury das "Fliegende Klassenzimmer" für den Projektpreis der Stiftung ausgewählt:

Das Projekt ist für unterschiedliche Anforderungn geeignet: so vermittelt es nicht nur physikalische und technische Grundlagen der Fliegerei, sondern dient auch der Berufsorientierung. Die Jury hat besonders positiv bewertet, dass der durchführende Lehrer im Rahmen des Projektes zahlreiche Kooperationen mit Unternehmen geschlossen hat. Die Kooperationspartner laden regelmäßig zu Betriebsbesichtigungen ein und vermitteln Praktika. Als erster Erfolg ist zu werten, dass ein ehemaliger Teilnehmer bereits eine Ausbildung als Fluggerätmechaniker begonnen hat.

Realschule Himmelsthür 
Jahnstr. 25
31137 Hildesheim

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Mohammad Abdolvahabi:

Projekte

  • "Raspberry Pi": ein Team aus ehemaligen Schülern der Realschule Himmelsthür arbeitet, angeleitet von Herrn Abdolvahabi,  mit dem "Raspberry Pi". Dabei handelt es sich um einen Einplatinencomputer, der Jugendlichen den Erwerb von Programmier- und Hardware-Kenntnissen erleichtert. Das Team gibt seine Fähigkeiten an jüngere Schülerinnen und Schüler seiner ehemaligen Schule weiter und bietet sogar Lehrerfortbildungen für Lehrkräfte benachbarter Schulen zum selben Thema an.
  • Umbau eines energieeffizienten fernsteuerbaren Elektroautos im Technik- und Physik-Unterricht
  • Weiterentwicklung des Modells eines Raupenfahrzeuges in ein autonomes Modell

 

Wettbewerbe

  • Jugend forscht - seit 2012 kontinuierliche Teilnahme mit unterschiedlichen Projekten
  • Seifenkistenrennen - Entwicklung und Bau einer Seifenkiste
  • JetChallenge
  • Ideenfang
  • SolarCup

 

Außerdem:

  • Einführung des Themas Robotik in den Fachunterricht

Darum wurde Mohammad Abdolvahabi mit dem Preis der Stiftung ausgezeichnet:

Das überdurchschnittliche Engagement von Herrn Abdolvahabi wird durch die zahlreichen Projekte und die Teilnahme an Wettbewerben deutlich, zu denen er seine Schülerinnen und Schüler - sogar außerhalb des Unterrichtes - motiviert. Er erreicht, dass sie sich für naturwissenschaftliche und technische Berufe interessieren oder auch ein Ingenieurstudium anstreben. Mit seinem eigenen Migrationshintergrund erreicht er Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in besonderem Maße und dient ihnen als Vorbild.

Hendrika van Waveren ist Fachlehrerin für Englisch und Biologie am Erich-Kästner-Gymnasium Laatzen.

Erich-Kästner-Gymnasium 
Markstr. 33
30880 Laatzen

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Hendrika van Waveren:

Projekte

  • LifeScience Lab Hannover - ein biotechnologisches Schülerlabor für die Klassen 10 bis 13. Das Labor schließt die Lücke zwischen dem für Schulen vorgehaltenen Angebot für den Biologieunterricht und der aktuellen Forschung im Berufsfeld Biologie / Life Science.
  • Forscherwoche - für naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10 bis 13 während der Sommerferien. Die Woche dient besonders zur Berufsorientierung im Themenfeld Life Science - von der Medizintechnik bis zur Biotechnologie.
  • Waldaktionstage. Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen absolvieren unter Betreuung von Oberstufenschülern Lernaufgaben über die Tier- und Pflanzenwelt des Waldes.
  • Science Fair. Im Rahmen des bilingualen Unterrichts verfolgen Schülerinnen und Schüler zum Einüben einer wissenschaftspropädeutischen Vorgehensweise eine selbständig gewählte naturwissenchaftliche Fragestellung, führen entsprechende Experimente durch und präsentieren ihre Ergebnisse. 

 

Wettbewerbe

  • Biologie-Olympiade
  • Junior Science Olympiade
  • Schüler experimentieren
  • Jugend forscht
  • Bundesumweltwettbewerb

Darum wurde Hendrika van Waveren ausgezeichnet:

Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit von Frau van Waveren liegt beim LifeScience- Schülerlabor, das sie seit 2009 in Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover entwickelt und aufgebaut hat. Mit diesem Labor wird Schülerinnen und Schülern der Region Hannover flächendeckend ein Zugang zu den Methoden der Biotechnologie verschafft und ihnen eine authentische Lernumgebung für die unterschiedlichen Berufe im Themenfeld Life Science geboten. Hendrika van Waverens Engagement für dieses Labor (auch durch die speziellen Angebote in den Ferien) hält die Jury für überdurchschnittlich. Darüber hinaus bietet sie ihren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zur Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben, die sie ebenfalls mit großem Engagement betreut.  

Thomas Claußen ist Fachlehrer für Mathematik und Physik am Gymnasium Papenburg.

Gymnasium Papenburg 
Russellstr. 33
26871 Papenburg 

 

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Thomas Claußen:

Projekte

  • Matters of Matter - im Rahmen des Bildungsprogramms Erasmus. Aktuelle Entwicklungen der Materialforschung werden in den Unterricht integriert, indem die Schülerinnen und Schüler Experimente durchführen und Ideen für zukünftige Anwendungen entwickeln. Dabei arbeiten die Schülerinnen und Schüler in international besetzten Gruppen an verschiedenen Kleinprojekten.
  • Planung und Aufbau eines Schülerlabors. Schülerinnen und Schüler haben in dem Labor die Möglichkeit, Experimente durchzuführen, die sonst nur an einer Universität vorgehalten werden. Das Schülerlabor wird in den Unterricht eingebunden und für die Teilnahme an Schülerwettbewerben genutzt.

 

Wettbewerbe

  • Biologie-Olympiade
  • Junior Science Olympiade
  • Schüler experimentieren
  • Jugend forscht
  • Bundesumweltwettbewerb

Darum wurde Thomas Claußen mit dem Preis der Stiftung ausgezeichnet:

Das überdurchschnittliche Engagement von Herrn Claußen wird durch die zahlreichen sehr vielfältigen und zeitintensiven Aktivitäten deutlich, mit denen er den naturwissenschaftlichen Bereich seiner Schule in den letzten Jahren konsequent ausgebaut hat. Dabei gelingt es ihm, sowohl seine Schülerinnen und Schüler als auch seine Kolleginnen und Kollegen für seine Projekte zu gewinnen und zu begeistern.

Gymnasium Herderschule 
Ochtmisser Kirchsteig 27
21339 Lüneburg

Für dieses Projekt wurde Dr. Katharina Hickmann mit dem Sonderpreis der Stiftung NiedersachsenMetall ausgezeichnet:

Dr. Katharina Hickmann hat sich der Nanotechnologie verschrieben. Grundlage bildet eine konzipierte Stationsarbeit "Nanotechnologie im Alltag", in der neben den Alltagsanwendungen von Nanomaterialien auch Eigenschaften und Synthesewege sowie Risiken und Kennzeichnungsvorschriften erarbeitet werden. Zu diesem Thema bietet die Preisträgerin auch einen Workshop im Rahmen der Summer School "Messtechnik in der Nanotechnologie" an der Leuphana Universität Lüneburg an. Die Implementierung eines Nanotages für Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen, die Verankerung von Unterrichtssequenzen zur Nanotechnologie im Wahlpflicht-Unterricht, die Teilnahme an Wettbewerben und die Nano-AG unterstreichen ihr Engagement. Ein Seminarfach zum Themenbereich ist in Planung. Die Preisträgerin fördert ungewöhnliche fächerübergreifende Kooperationen: neben Biologie und Physik auch mit dem Fach Kunst. Darüberhinaus besteht eine Kooperation mit dem Schülerlabor der Universität Kiel, welches sich ebenfalls mit Nanotechnologie beschäftigt.

Dr. Arnold ten Thoren ist Fachlehrer für Biologie, Technik und Physik. Er unterrichtet seit 2010 an der Hauptschule Damme. 

Hauptschule Damme 
Schützenstraße 17
49401 Damme

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Dr. Arnold ten Thoren:

Projekte

• "Schulhof-AG": Jahrgangsübergreifende Arbeitsgemeinschaft, die sich mit der Verbesserung des Schulumfeldes auseinandersetzt

• "Schulhofpavillon": Kontruktion und Bau eines Ständerwerks und einer Bedachung

• "Die Fahrrad-AG - für andere da sein, reparieren und ausbessern": Initiierung einer Fahrradwerkstatt, die sich an professionelle Reparaturwerkstätten anlehnt


Darum wurde Dr. Arnold ten Thoren ausgezeichnet:

Nach Meinung der Jury bereitet Dr. ten Thoren seine Schülerinnen und Schüler mit den genannten Projekten auf besondere Art und Weise auf eine Berufsausbildung in den gewerblich-technischen Ausbildungsberufen vor. Arbeitsabläufe vom Planen über das Konstruieren bis zur Umsetzung werden nicht nur in der Theorie, sondern ganz praktisch und zusätzlich noch unter Einbeziehung regionaler Unternehmen vermittelt. Die Unternehmen haben somit die Möglichkeit, zukünftige Auszubildende kennenzulernen, und die Schülerinnen und Schüler werden umfassend auf ihre Ausbildung vorbereitet.

Birgit Ziegenmeyer ist Fachlehrerin für Informatik, Mathematik und Englisch. Sie unterrichtet seit 2011 an der Schillerschule. 

Schillerschule Hannover
Ebellstraße 15
30625 Hannover

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Birgit Ziegenmeyer:

Projekte

• Entwicklung, Durchführung und Evaluation des Unterrichtsbausteins "Rund ums Holz" für das Profil "Forschen und Präsentieren" mit Frage- und Aufgabenstellungen aus den Bereichen Biologie, Chemie, Erdkunde, Nachhaltigkeit und Technik.

• Entwicklung, Durchführung und Evaluation des Unterrichtsbausteins "Informatik und Technik" für das Profil "Forschen und Präsentieren". Inhalte: Bauen und Programmieren eines Roboters, Entwicklung eigener Programme und Spiele mit dem Programm Scratch, Erstellung eines Video-Tutorials, Vermittlung der Funktionsweise von Computern

• "k2b - kreativ.konstruktiv.begeisternd. Robotik (nicht nur) von Mädchen für Mädchen": umfangreiche jahrangsübergreifende vertiefte Nutzung von Lego-Robotern im Informatik- und Technikunterricht der Sekundarstufe I, insbesondere im Rahmen einer von Schülerinnen der 11. Klasse geleiteten AG für Schülerinnen der 6. Klasse

• Workshop: "Sustainable mobility & autonomous driving - a hands-on-workshop": Comenius-Projekt mit Partnerschulen aus Spanien, den Niederlanden und Großbritannien, in dem es um die nachhaltige Mobilität und das autonome Fahren mit Lego Mindstorm Robotern ging

Wettbewerbe

• Formel 1 in der Schule - ein multidisziplinärer internationaler  Technologie-Wettbewerb

• Robotik-Wettbewerbe: First Lego League, RobertaChallenge, RoboCup 

• Informatik Biber

• Känguru der Mathematik 

•Organisation des Regionalwettbewerbs "Mathematik ohne Grenzen"

 

Außerdem

• Förderung besonders begabter und leistungsmotivierter Schülerinnen und Schüler im MINT-Bereich durch Vermittlung in Projekte von Kooperationspartnern wie der Leibniz Universität Hannover, der Hochschule Hannover und anderen.

 

 


Darum wurde Birgit Ziegenmeyer ausgezeichnet:

Bei Birgit Ziegenmeyer ist die große Vielfalt ihrer Aktivitäten bemerkenswert, die weit über das gewöhnliche Maß einer Lehrerin hinausgeht. Außerdem war die Jury beeindruckt von ihren zahlreichen außergewöhnlichen kreativen und fächerübergreifenden Unterrichtsansätzen, durch die die Schülerinnen und Schüler das Thema MINT noch einmal besonders praxisnah und nachhaltig vermittelt bekommen. Das Engagement, mit dem sie ihre Schülerinnen und Schüler motiviert, an Wettbewerben teilzunehmen und die jährliche Ausrichtung eines Regionalwettbewerbs an der eigenen Schule runden dieses Bild ab. 

Robert Stutzenstein ist Fachlehrer für Mathematik und Physik. Er unterrichtet seit 2004 am Ratsgymnasium Osnabrück. 

Ratsgymnasium Osnabrück 
Hans-Böckler-Straße 12
49074 Osnabrück

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Robert Stutzenstein:

Projekte

• "Osnabrücker Projektsommer" für besonders begabte Schülerinnen und Schüler im MINT-Bereich aus den Jahrgängen 5 bis 10. Die Schülerinnen und Schüler bereiten Expertenvorträge vor, die sie dann an der Universität Osnabrück öffentlich vortragen.

• "Herbstakademie": schulübergreifendes Projekt in Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück. Thema: autonome Roboter und intelligente Kameras, Multisensorensysteme und Ultrahochgeschwindigkeitskameras

• "BaSulOs": Mitwirkung bei der Initialisierung eines Kooperationsprojektes, bei dem drei MINT-EC-Gymnasien gemeinsame MINT-Camps veranstalten

• "Auf die Technik kommt es an: Kunststofftechnik": Planung und Durchführung enes MINT-Camps speziell für Mädchen an der Hochschule Osnabrück

•"Physikstationen in der Grundschule": Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7 präsentieren Grundschülern physikalische Experimente

Wettbewerbe

• Konzeption des Wettbewerbs "Tüftel-Tiger" für Grundschüler, bei dem anspruchsvolle Konstruktionsaufgaben gelöst werden müssen. Durchführung gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der naturwissenschaftlichen Profilkurse der Jahrgänge 7 und 8

• "RAMA": Konzeption und Durchführung des schuleigenen Mathematikwettbewerbs

• Teilnahme an der Osnabrücker Mathematikolympiade

• Teilnahme an der niedersächsischen Mathematikolympiade 

 

Außerdem

• Durchführung von Robotik-AGs

• Präsentation der MINT-Aktivitäten der Schule beim Lemförder Dialog der ZF Lemförder Schaltungssystem GmbH

• Betreuung von Jugend-forscht-Arbeiten


Darum wurde Robert Stutzenstein ausgezeichnet:

Die MINT-Aktivitäten von Robert Stutzenstein zeigen eine große Vielfalt und Kreativität. Insbesondere die Entwicklung der Wettbewerbe (schulintern und schulübergreifend) stechen hervor. Darüber hinaus ist er in einer Vielzahl seiner Projekte auf die Kooperation mit außerschulischen Partnern bedacht, was seinen Schülerinnen und Schülern schon früh einen Blick in Universitäten, Hochschulen und Unternehmen ermöglicht.

 

Hans-Jürgen Ratsch ist Fachlehrer für Biologie und Sport. Er ist seit 1986 im Schuldienst und unterrichtet an der IGS List in Hannover. Außerdem ist er Fachbereichsleiter Naturwissenschaften, Vorstand der Schülerfirma "Imkerei", Mitglied der Steuergruppe Projektorientierter Unterricht, und er koordiniert und entwickelt Forscherklassen weiter.

IGS List 
Röntgenstraße 6
30163 Hannover

Für dieses Projekt wurde Hans-Jürgen Ratsch mit dem Sonderpreis ausgezeichnet:

Vor elf Jahren hat Hans-Jürgen Ratsch die Schülerfirma "Imkerei" gegründet, die sich seither ständig weiterentwickelt hat. Insgesamt haben seither 140 Schülerinnen und Schüler an dieser Schülerfirma mitgewirkt und zahlreiche Preise gewonnen. Besuchergruppen besuchen die Firma regelmäßig, und es werden Lehrerfortbildungen durchgeführt. Seit 2016 erforscht Hans-Jürgen Ratsch zusammen mit 60 Schülern, inwieweit der Einsatz von Bücherskorpionen einen Einfluss auf Befall der Bienen durch Varroa-Milben hat. Die Untersuchung der Bienen und das Auszählen der Milben erfolgt durch die Forscherklasse der IGS List. Dieses Projekt wird von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert.

 

Holger Bach ist Fachlehrer für Mathematik und Physik. Er ist seit 1978 im Schuldienst und unterrichtet seit 2014 am Hölty-Gymnasium Celle.

Hölty-Gymnasium 
Ludwig-Hölty-Str. 2
29225 Celle

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Holger Bach:

Projekte

• Beobachtung des Venustransits
• Carl Friedrich Gauß in Celle – ein Lichtblitz als Geistesblitz
• Schwerelosigkeit – verblüffende Effekte 
• Entwicklung eines mathematischen Stadtrundgangs in Celle 

Wettbewerbe
• Exciting Physics
• Jugend forscht / Schüler experimentieren
• "Vom Ionenföhn zum Satelliten mit Ionenantrieb": Ideenfang zur IdeenExpo 2013        •"Schwerelosigkeit – verblüffende Effekte" : Wettbewerb des DLR                                            •Mathematikolympiaden 


Darum wurde Holger Bach ausgezeichnet:

Holger Bach ist ein Lehrer, der schon seit vielen Jahren im Schuldienst tätig ist und dem es gelungen ist, seine Schülerinnen und Schüler im Laufe der Zeit immer wieder durch besondere kreative und praxisnahe Projekte oder die Motivation zur Teilnahme an Wettbewerben für die MINT-Fächer zu begeistern. Deshalb wurde er für sein langjähriges und nicht nachlassendes Engagement als Mathematik- und Physiklehrer geehrt.

Tanja Wernicke ist Fachlehrerin für Mathematik, Biologie und Informatik. Sie unterrichtet seit 2004 am Gymnasium Langenhagen.

Gymnasium Langenhagen
Konrad-Adenauer-Str. 21-23
30853 Langenhagen

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Tanja Wernicke:

Projekte

• Errichtung eines Richtfunkmastes
• Schülerfirma / Imker-AG
• RoboCup-AG – hier die Disziplin "RoboDance" 
• Aufbau und Betreuung einer Mathe-AG 

Wettbewerbe
• Motivation der Schülerinnen und Schüler zu zahlreichen Wettbewerben – unter anderem: "Känguru der Mathematik", "Mathematikolympiade", "Mathe im Advent", "Informatik-Biber" und viele mehr
• gemeinsam mit Kollegen Planung und Durchführung des Qualifikationsturniers für die Deutschen Meisterschaften des Wettbewerbes RoboCup


Darum wurde Tanja Wernicke ausgezeichnet:

Tanja Wernicke ist kontinuierlich für die MINT-Fächer im Einsatz: sie motiviert ihre Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben und entwickelt immer wieder kreative und praxisnahe Unterrichtsinhalte. Besonders beeindruckt hat die Jury die Kombination der Fächer Biologie und Informatik: durch die Verbindung der Beobachtung eines Bienenstocks im Biologieunterricht mit der dafür notwendigen Errichtung einer Richtfunkverbindung. Ein weiteres Kriterium ist das jahrelange Engagement von Tanja Wernicke für das Thema Robotik – an der eigenen Schule mit der Betreuung verschiedener Robotik-AGs sowie mit der Ausrichtung des Qualifikationsturniers zum RoboCup Junior für Schulen aus Niedersachsen und weiteren Bundesländern. 

Dr. Frank Walter ist Fachlehrer für Physik und Chemie. Er unterrichtet seit 2008 am Christian-von-Dohm-Gymnasium.

Christian-von Dohm-Gymnasium
Bohrnhardtstr. 16
38644 Goslar

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Dr. Frank Walter:

Projekte

• "Calcium – ein Erdalkalimetall"
Ein außerschulisches Kooperationsprojekt zur Veränderung der fachlichen Interessen im Fach Chemie
• "Vom Erz zum Metall" 
Workshop mit insgesamt fünf Arbeitsstationen; im Schulcurriculum für den 8.Jahrgang verankert
• "Naturwissenschaftlicher Nachmittag an der offenen Ganztagsschule“ 
• „Luchstag“
Ein Walderlebnistag um das Thema Luchs 
• GPS-Walderkundung zum Thema Ökologie am Beispiel des Ökosystems Wald 

Wettbewerbe
• "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren" mit Trainee-Konzept "Cross Age Training"
• Science on Stage

Außerdem
 Erstellung eines MINT-Konzeptes für die Schule, das letztendlich zur Aufnahme in das Exzellenznetzwerk "MINT EC" geführt hat
• Naturwissenschaftliche AGs für jüngere Schülerinnen und Schüler


Darum wurde Dr. Frank Walter ausgezeichnet:

Bei Dr. Walter ist die große Vielfalt seiner Aktivitäten bemerkenswert, die weit über das gewöhnliche Maß eines Physik- und Chemielehrers hinausgeht. Außerdem war die Jury beeindruckt von seinen zahlreichen außergewöhnlichen Unterrichtsansätzen, durch die die Schülerinnen und Schüler das Thema MINT noch einmal besonders praxisnah und nachhaltig vermittelt bekommen.

Gerd Iffland ist Fachlehrer für Mathematik, Physik und Technik. Er unterrichtet seit 2003 an der Oberschule Ahlerstedt.

Oberschule Ahlerstedt
Buntweg 5
21702 Ahlerstedt

Für dieses Projekt wurde Gerd Iffland mit dem Sonderpreis ausgezeichnet:

In einem leerstehenden Ladenlokal in Ahlerstedt wurde auf seine Initiative ein Zentrum für MINT-Aktivitäten geschaffen – das "MINT-Zentrum Ahlerstedt". Die Schwerpunkte sind: Lego Robotik, CAD-Zeichnen und CNC-Heißdrahtarbeiten. Dazu wurde ein Technikraum eingerichtet und ein 3D-Drucker angeschafft.

Das MINT-Zentrum ist ein Stützpunkt mit Angeboten für Kindertagesstätten, Grundschulen und weiterführende Schulen aus der Samtgemeinde Ahlerstedt sowie dem gesamten Landkreis Stade. Ebenso ist es ein Stützpunkt für Lego Wedo für die umliegenden Grundschulen. Es werden Seminare für Techniklehrer angeboten (regionale Fortbildungen oder Arbeitskreis Robotik). Die Lehrer der Oberschule Ahlerstedt stehen den Lehrkräften der benachbarten Schulen bei Fragen rund um den Ausbau ihres eigenen MINT-Bereiches mit Rat und Tat zur Seite.

Die als Schülergenossenschaft organisierte Schülerfirma nutzt die Ausstellungsfläche mit festen Öffnungszeiten zum Verkauf ihrer Produkte.

Ein solches MINT-Zentrum als schulische Initiative zu installieren, es gleichzeitig außerhalb der Schule zu platzieren und damit ein Stück weit als außerschulischen Lernort zu etablieren, ist aus Sicht der Jury eine herausragende Möglichkeit zur Stärkung der MINT-Fächer und hat gleichzeitig Leuchtturmcharakter für weitere Schulen.

Dr. Melanie Buss ist Fachlehrerin für Biologie. Sie unterrichtet seit 2006 an der Ganztagsschule Syke. 

Ganztagsschule Syke / Haupt- und Realschule
Ferdinand-Salfer-Str. 3
28857 Syke

 

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Dr. Melanie Buss:

Projekte

• Forschendes Lernen im Biologischen Forschungslabor
Die Schülerinnen und Schüler erforschen im Fachbereich Biologie in Einzelarbeit oder in Forscherteams Themen, Aufgaben und Phänomene des Faches Biologie. Forschungsaufträge ergeben sich aus regelmäßigem Unterricht im Fach Biologie oder individuell aus den Fragen und Interessen der Schülerinnen und Schüler.
• „Wildgänse in Ostfriesland“ 
Forscherreisen im Rahmen des Forschenden Lernens in das Naturschutzgebiet „Fahntje Tief“ in Lübbersfehn. Ziel ist die Erforschung des Lebens im Naturschutzgebiet. Jährlich nehmen zwischen 60 und 80 Schülerinnen und Schüler an diesen Forscherreisen teil.
• „ Mutter Natur und ihre Kinder“ 
Ein Projekt zur Ausstellung des Oldenburger Museums zum Thema „Natur und Wertschätzung“ Ziel des Projektes ist, dass Schülerinnen und Schüler des siebten und achten Jahrgangs sich mit dem Thema „Natur wertschätzen“ beschäftigen. Gleichzeitig findet eine intensive, ganzheitliche und zugleich fächerübergreifende Auseinandersetzung über die Rolle, die die Natur für sie als Heranwachsende hat, statt. 
• „ Der Junge im Moor“
Fächerübergreifende Auseinandersetzung im naturwissenschaftlichen und geografischen Unterricht mit der Bedeutung des Themas „ Moor – damals und heute“. Dazu wurde von den Schülerinnen und Schülern im Deutsch – und Kunstunterricht ein Kinderbuch erstellt. 
• Weitere kreative Projekte im Bereich der Biologie an deren Ende ein von den Schülerinnen und Schülern erstelltes Kinderbuch entstanden ist. 

Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern
• Universität Oldenburg Fachbereich Naturwissenschaften
• Museum Natur und Mensch, Oldenburg
• Naturschutzstation Lübbertsfehn „ Fehntjer Tief“


Darum wurde Dr. Melanie Buss ausgezeichnet:

An der Schule der Preisträgerin wird das Fach Biologie ganz groß geschrieben. 

Dr. Melanie Buss hat mit großem Engagement an ihrer Schule ein Biologie-Forschungslabor und zusätzlich einen mobilen Forschungsbus eingerichtet. Der grüne Bulli ermöglicht den Schülerinnen und Schüler das Forschen außerhalb der Schule. Ausgestattet mit Lupengläsern, Sezierbesteck, Teststreifen für ph-Werte und Nachschlagewerken können so problemlos Forschungsreisen ins Umland der Schule unternommen werden. Etwa 60 bis 80 Nachwuchsforscher sind pro Schuljahr mit ihm unterwegs. Oftmals geht es in den Norden - nach Ostfriesland. Dort wird dann das Leben im Naturschutzgebiet, die Bedeutung des Moores oder die Auswirkungen des Klimawandels auf das Leben einer Küstenseeschwalbe wortwörtlich unter die Lupe genommen.

Hinter den vielfältigen Projekten unserer Preisträgerin steckt immer ein gemeinsames Ziel: Ihre Schülerinnen und Schüler sollen lernen, die Natur wertzuschätzen. Ganz selbstverständlich nimmt sie dabei außerschulische Kooperationspartner wie die Universität Oldenburg zur Hilfe – für eine Haupt- und Realschule bei Weitem keine alltägliche Entscheidung. Auch das Museum Natur und Mensch in Oldenburg oder die Naturschutzstation Lübbertsfehn in Ostfriesland konnte sie mit ihrem Elan für die Zusammenarbeit begeistern und stehen ihr nun unterstützend zur Seite.

Das ganzheitliche Erfassen der Projekte ist unserer Preisträgerin ein besonderes Anliegen – so bezieht sie den Deutsch-, Erdkunde- und auch den Kunstunterricht mit in ihre Arbeit ein. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Aus den Projekten sind bereits drei Kinderbücher entstanden, die die Schülerinnen und Schüler mit der Unterstützung der engagierten Lehrerin und Kollegen anderer Fächer erstellt haben.

Nicht zuletzt über die Teilnahme an Wettbewerben bewegt die promovierte Biologin ihre Schülerinnen und Schüler immer wieder sich mit Themen rund um die Erhaltung der Natur auseinander zu setzen. Allen voran „Jugend forscht“, aber auch an Wettbewerben der Allianz Umweltstiftung oder der Deutschen Bundesumweltstiftung nehmen ihre Schülerinnen und Schüler mit Begeisterung teil.

Anika Flöte ist Fachlehrerin für Mathematik, Physik, Sport und Wirtschaft. Sie unterrichtet seit 2008 an der Realschule Diepholz.

Realschule Diepholz
Thouarsstraße 20
49356 Diepholz

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Anika Flöte:

Projekte

• Entwicklung von Putzrobotern zum Fenster- und Bodenputzen
• Unbegrenztes Tauchvergnügen – mit Hilfe von Elektrolyse wird Sauerstoff aus dem Meerwasser gefiltert und gleich wieder beim Tauchen verwandt.
• Kooperation mit dem Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup mit dem Ziel,  Lern- und Leistungsmotivation der Schülerinnen und Schüler zu erhöhen und sie auf die Profilwahl vorzubereiten. Konkret – Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an sechs Unterrichtstunden in der Woche unter anderem im Bereich Fahrzeugtechnik oder Metalltechnik/ CNC.
• Organisation des Besuches des nanoTRUCKs an der Realschule Diepholz / Vor – und Nachbereitung im Unterricht

Wettbewerbe
• Junge Energiewender
• Jugend forscht im Rahmen des Wahlpflichtkurses „Naturwissenschaften“ 
• Känguru der Mathematik
• Fahr Rad – Für’s Klima auf Tour! 
• Ideenflug


Darum wurde Frau Flöte ausgezeichnet:

Mit außerordentlichem Engagement und einer ebensolchen Begeisterung setzt sich die Realschullehrerin dafür ein, ihre Schülerinnen und Schüler für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Dabei verfolgt sie nicht nur fachliche Ziele. Ein großes Anliegen ist ihr, auch kommunikative und methodische Kompetenzen zu vermitteln.

Um die Lern- und Leistungsmotivation ihrer Schülerinnen und Schüler zu erhöhen und sie auf die Profilwahl in der neunten Jahrgangsstufe vorzubereiten, hat die Preisträgerin eine Kooperation mit einem Berufsbildungszentrum initiiert. Im Rahmen regelmäßiger Besuche lernen die Jugendlichen dabei zum Beispiel die spannenden Bereiche Fahrzeugtechnik und Metalltechnik praxisnah kennen.

Die Jury findet es besonders bemerkenswert, wie es unserer Preisträgerin seit vielen Jahren immer erfolgreich gelingt, eine hohe Anzahl von Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme an den verschiedensten Wettbewerben zu motivieren – dabei geht es von der Mathematik über die Physik bis hin zur Technik. Unter ihrer Anleitung entwickeln die Jugendlichen bei der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Aufgabenstellungen und Herausforderungen selbstständige und lösungsorientierte Herangehensweisen und gewinnen darüber hinaus Selbstvertrauen bei der Präsentation ihrer Arbeitsergebnisse. So nimmt unsere Preisträgerin neben den inhaltlichen Kompetenzen auch immer die fächerübergreifenden Fähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler in den Blick.

Dirk Stellfeldt ist Fachlehrer für Mathematik, Informatik und Sport. Er unterrichtet seit Februar 2003 am Gymnasium Goetheschule Hannover. 

Gymnasium Goetheschule 
Franziusweg 43
30169 Hannover

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Dirk Stellfeldt:

Projekte

• Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover – Schülerinnen und Schüler bekommen Einblicke in die Arbeit mit mechatronischen Systemen, angeleitet werden sie von Studierenden und haben somit gleich erste Berührungspunkte mit dem Maschinenbaustudium. 
• Einführung von Laptopklassen an der Goetheschule: Herr Stellfeldt war federführend verantwortlich für die Entwicklung des Konzeptes und des Curriculums. 
• Konzeption eines Technologietransfers zwischen der Goetheschule und einer Schule in Bristol. Ziel des Austausches zwischen den deutschen und englischen Schülerinnen und Schülern ist der Austausch über die Themen Robotik, Metallbearbeitung usw. 
• RoboNet Niedersachsen 21
Auf- und Ausbau eines landesweiten Schülergruppennetzwerkes zur Förderung MINT-bezogener Lerninhalte
• Roboter Labor Schule
Die Goetheschule gehört zum Netzwerk der Roboter Laborschulen der Stiftung NiedersachsenMetall – Herr Stellfeldt bringt gemeinsam mit Kollegen seine Erfahrung in das Netzwerk ein und ist an den inhaltlichen Planungen der jährliche Fortbildungen des Netzwerkes beteiligt. 

Wettbewerbe
• Qualifikationsturnier für den RoboCup: Organisation und Ausrichtung eines Qualifikationsturnieres zu den deutschen Meisterschaften des RoboCup.
• Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften und den Weltmeisterschaften des RoboCup mit Schülerteams – in diesem Jahr wurde ein Schüler Vizeweltmeister. 

Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern
• Leibniz Universität Hannover / Institut für Mechatronische Systeme
• n- 21 
• VW Nutzfahrzeuge
• Stiftung NiedersachsenMetall


Darum wurde Herr Stellfeldt ausgezeichnet:

Dirk Stellfeldt leitet an seiner Schule eine gutbesuchte Robotik-AG, in der sich seine Schülerinnen und Schüler auf die Teilnahme an regionalen Qualifikationsturnieren, Deutschen Meisterschaften und ausgesprochen erfolgreich sogar auf Weltmeisterschaften vorbereiten. Er kooperiert mit dem Institut für mechatronische Systeme an der Leibniz Universität Hannover, wo die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, einen engen Kontakt zu Studierenden und Lehrenden zu knüpfen und erste Einblicke in ein Maschinenbaustudium zu nehmen. Seinem Engagement ist außerdem der Aufbau eines landesweiten Schülergruppen-Netzwerkes zur Förderung MINT-bezogener Lerninhalte zu verdanken.

Ein besonderes Anliegen ist unserem Preisträger das selbstständige Lernen und Arbeiten seiner Schülerinnen und Schüler. Dementsprechend war er federführend bei der Umsetzung der Idee des „mobilen Lernens“ an seiner Schule und entwickelte sowohl das Konzept als auch die Inhalte für die neu geschaffenen Laptopklassen. 
Auch der Austausch mit anderen Informatik-Begeisterten ist ihm ein großes Anliegen. Seine erstklassigen Kenntnisse im Bereich der Robotik werden sogar bis nach England exportiert. Ein Technologietransfer zwischen seinem Hannoveraner Gymnasium und einer Schule in Bristol ist die neuste Idee des engagierten Lehrers. Im Zentrum steht dabei der Austausch gegenseitiger Kenntnisse im Bereich Robotik und Technik zwischen den deutschen und den englischen Schülerinnen und Schülern.

Sylvia Beckhaus ist Fachlererin für Chemie und Physik. Sie unterichtet seit 2002 am Alten Gymnasium Oldenburg. 

Altes Gymnasium Oldenburg
Theaterwall 11
26122 Oldenburg

 

Für dieses Projekt wurde Sylvia Beckhaus mit dem Sonderpreis ausgezeichnet:

Aufbau eines Experimentierraumes „NanOLabor“ 

• mit selbstgebautem Rastertunnelmikroskop für forschendes Lernen
• Stationen, an denen die Schülerinnen und Schüler Experimente mit Nanomaterialien durchführen können. Die Stationen wurden von Schülerinnen und Schülern (Jahrgang 11/12) des angegliederten Seminarfaches entwickelt und stehen auch jüngeren Schülern zu Verfügung.


Darum wurde Sylvia Beckhaus ausgezeichnet:

Mit großem Einsatz hat die engagierte Lehrerin an ihrem Gymnasium ein NanOLabor eingerichtet. Dieses Labor vermittelt den Jugendlichen einen ganz besonderen Zugang zum Thema Nanotechnologie. Das Highlight dieses Labors: ein Rasterkraftmikroskop, das von der Preisträgerin, Schülerinnen und Schülern der Oberstufe und Studierenden und Doktoranden der Universität Oldenburg in Eigenregie gebaut wurde.

Konzeptionell ist das NanOLabor in den Seminarfachunterricht der Oberstufe integriert. Auch der Physik- und Chemieunterricht der Jahrgänge 11 und 12 werden thematisch mit dem NanOlabor verknüpft. Selbst die Mittelstufe kommt nicht zu kurz und darf bereits Nanoluft schnuppern: Jüngere Schülerinnen und Schüler führen Experimente durch, die in den Oberstufenkursen selbst entwickelt wurden.
Nanotechnologie ist faszinierend, innovativ und steckt noch voller Rätsel für die Wissenschaft. Mit diesem eher schul-untypischen Thema bietet die Sonderpreisträgerin ihren Schülerinnen und Schülern einen außergewöhnlichen Zugang zur Naturwissenschaften und Technik und weckt Begeisterung für das wissenschaftliche Arbeiten.

Frau Dr. Klasmeyer ist Fachlererin für Mathematik, Physik und Informatik. Sie unterichtet seit August 2009 an der IGS-Franzsches Feld in Braunschweig.

GS-Franzsches Feld Braunschweig
Grünewaldstraße 12a
38104 Braunschweig

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Frau Dr. Klasmeyer:

Projekte

• „Schullabor“- Erfahrungsaustausch zwischen Schulen sowie die Erprobung neuer Methoden dialogischen Lernens in der Praxis.

• „Expedition Licht“ –Lernstationen zu optischen Technologien und deren physikalische Grundlagen für die Sekundarstufe I und II. 

• „digit@l world“ – Projekt im Bereich der Berufsorientierung für die 12. Klasse, in dem es um den Abbau von Schwellenängsten zu ingenieurwissen-schaftlichen Studiengängen geht. 

• DLR_School_Lab – Regelmäßige Besuche des Schülerlabors, das dazu dient, Schülerinnen und Schülern interessante Vielseitigkeit naturwissenschaftlicher Forschung und Entwicklung näher zu bringen

• ITECH³ - Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9-12 entwickeln verschiedene interaktive Projekte zum Thema Informationstechnik.


Darum wurde Frau Dr. Klasmeyer ausgezeichnet:

Bei Frau Dr. Klassmeyer handelt es sich um eine echte Praktikerin. Vor ihrem Einstieg in die Schullaufbahn hat sie bereits Erfahrungen in Hochschule und Wirtschaft gesammelt.

Nach ihrem Wechsel in die Schule hat sie sich innerhalb kürzester Zeit fachdidaktisch und methodisch auf den aktuellsten Stand gebracht und begeistert nun mit ihrem hochwertigen und anschaulichen Unterricht Schülerinnen und Schüler für ihre Unterrichtsfächer.

In Kooperation mit dem Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich erprobt Frau Dr. Klasmeyer im „Schullabor“ ihrer Schule neue Methoden dialogischen Lernens, die zu einer Erhöhung der Unterrichtsqualität für jeden individuellen Lerntypen und heterogener Lerngruppen führen. In diesem Rahmen wurden Lernstationen aufgebaut und eingesetzt – sie sollen in naher Zukunft zu einem Experimentierparcours für die Sekundarstufe I und II ausgebaut werden.

Mit zahlreichen Projekten und unterschiedlichen Kooperationspartnern, wie dem DLR, der TU Braunschweig und anderen gelingt es der engagierten Lehrerin ihre Schülerinnen und Schüler nachhaltig für die MINT-Fächer zu begeistern.

Herr Dr. Oliver Michele ist Fachlehrer für Mathematik und Physik. Er unterrichtet seit November 2004 am Gymnasium im Schloss in Wolfenbüttel.

Gymnasium im Schloss
Schlossplatz 13
38304 Wolfenbüttel

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Herrn Dr. Michele

Projekte
• „Solarworkshop“ - Auszubildende der Firma MAN und Schülerinnen und Schüler führen gemeinsam einen Kurs zum Thema „Energie“ durch.
• „Digitales Lernen“ - Preisträger ist im Rahmen des Medienkonzeptes verantwortlich für das Modul „digitale Tafeln“ – Konzeption von Unterrichtsbeispielen und verantwortlich für die Fortbildung von Kollegen.
• „Wasserakku“ – Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende von MAN haben eine Maschine entworfen und konstruiert, die mechanische Energie über einen mechanischen Energiespeicher in elektrische Energie umwandelt
• „Galileo macht Schule“ – Entwicklung verschiedener Anwendungsideen rund um die Galileo-Satelliten-Navigation mit Schülerinnen und Schüler.

Wettbewerbe
• Elster und Geitel-Wettbewerb
• Ideenfang – der Schülerwettbewerb zur IdeenExpo 2013

Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern
• MAN Truck & Bus AG
• Ostfalia – Hochschule für angewandte Wissenschaften
• Katasteramt Braunschweig / Wolfenbüttel
• Braunschweigische Landschaft e.V.
• n-21
• Stiftung NiedersachsenMetall


Darum wurde Herr Dr. Michele ausgezeichnet:

Herr Dr. Michele versteht es, seine Schülerinnen und Schüler immer wieder mit außergewöhnlichen Projektideen zu motivieren und zu begeistern. So zum Beispiel mit der Entwicklung interaktiver Spiele oder einer schuleigenen GPS-gesteuerten Rally.

Beeindruckend ist dabei die Kontinuität und das außerordentliche Engagement, mit der Dr. Michele innovative Unterrichtskonzepte entwickelt und umsetzt. Seine eigene Begeisterung für seine Unterrichtsfächer Physik und Mathematik gibt er erfolgreich an seine Schülerinnen und Schüler weiter.

Die Teilnahme an Wettbewerben wie „Galileo macht Schule“ oder dem „Ideenfang“ ermöglicht seinen Schülerinnen und Schülern die Arbeit in zielgerichteten Projekten, bei denen häufig außerschulische Kooperationspartner, wie regionale Unternehmen oder Hochschulen einbezogen werden. Die Präsentation der Ergebnisse auf der Cebit oder der IdeenExpo bietet den Nachwuchsforschern die Gelegenheit, ihre Arbeitsergebnisse vorzustellen und ihre kommunikativen Fähigkeiten auszubauen. 

Auch die Kolleginnen und Kollegen von Dr. Michele profitieren von seinem überdurchschnittlichen Engagement: Er bezieht sie in Entwicklungsprozesse ein und gibt Ideen und Konzepte an sie weiter. Das alles mit dem Ziel, möglichst viele MINT-Projekte einem großen Kreis von Schülerinnen und Schülern zu Gute kommen zu lassen.

Frau Anke Schneider ist Fachlererin für Mathematik, Physik, Informatik und Technik. Sie unterrichtet seit August 1997 an der Realschule Wildeshausen.

Realschule Wildeshausen
St.-Peter-Straße 2
27793 Wildeshausen

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Frau Schneider:

Projekte
• Roboterprogrammierung im Technikprofil
• AG-Roberta 
• Erweiterung des Medienkonzeptes an der Realschule Wildeshausen

Wettbewerbe
• „First Lego League“ – Mithilfe eines Lego-Roboters müssen die Schülerinnen und Schüler in Teams knifflige Aufgaben und Missionen erfüllen. 
• „Dr. E’s Challenge“ der Tufts University Medford/USA – Roboter müssen auf der Grundlage eines Auftrages programmiert werden. Der Wettbewerb läuft online und kommuniziert wird ausschließlich in englischer Sprache.
• „InTech-Cup“ - Schülerinnen und Schüler müssen ihre Fähigkeiten im Bereich der Robotik unter Beweis stellen. Gleichzeitig ist kooperatives, selbstständiges und zielgerichtetes Arbeiten gefragt. 
• „Känguru der Mathematik“ - durch das Lösen besonderer Mathematikaufgaben wird die Freude am mathematischen Denken und Arbeiten geweckt und unterstützt.

Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern
• Carl von Ossietzky Universität Osnabrück
• Tufts University, Medford USA
• Exxon Mobile


Darum wurde Frau Schneider ausgezeichnet:

Frau Schneiders Schwerpunkt ist das „I“ in MINT – die Informatik - und hier im Besonderen die Robotertechnik.

Diese Begeisterung gibt sie in Arbeitsgemeinschaften sowie im Profilunterricht Technik an ihre Schülerinnen und Schüler weiter. Die Kooperation mit außerschulischen Partnern ist für sie dabei genauso selbstverständlich wie bereichernd. Hervorzuheben ist, dass Frau Schneider an einer Realschule lehrt und sie nicht nur den Kontakt zu Unternehmen, sondern auch zu einer Hochschule initiiert hat, was für diese Schulform eher selten und damit besonders bemerkenswert ist.

Aus Unterricht und Arbeitsgemeinschaften heraus motiviert sie Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme an unterschiedlichsten Wettbewerben. Besonders erwähnenswert ist hier die „Dr. E’s Challenge“ der Tufts University, Medford / USA. Dieser Roboter-Wettbewerb wird ausschließlich online und komplett auf Englisch ausgetragen.

Frau Schneider nimmt außerdem die zunehmende Bedeutung der Robotik für die Wirtschaft in den Blick. In Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen aus den Fachbereichen Technik, Informatik und Physik hat sie basierend auf den curricularen Vorgaben das Profilfach Technik an ihrer Schule maßgeblich mitgestaltet und hierbei die für die berufliche Zukunft ihrer Schülerinnen und Schüler relevanten Kompetenzen einfließen lassen.

Herr Rainer Böhm ist Fachlehrer für Mathematik, Informatik und Arbeit-Wirtschaft-Technik. Er unterrichtet seit 1980 an der Georg-Christoph-Lichtenberg Gesamtschule in Göttingen.

Georg-Christoph-Lichtenberg Gesamtschule
Schulweg 22
37083 Göttinge

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Herrn Böhm:

Projekte
• Einrichtung und Betreuung der Lernwerkstatt Mathematik seit 1995 
• „Forschungsexpedition“- Besuch und Einbeziehung außerschulischer Lernorte in den Unterricht, mit dem Ziel die Schülerinnen und Schüler für die MINT-Fächer zu begeistern.
• „Gauß-Projekt“ – handlungsorientiertes, fächerübergreifendes Lernen im Schullandheim auf den Spuren der Landvermessung

Wettbewerbe
• „Mathematikolympiade“ – schulinterner Wettbewerb seit 1994 für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5-10.


Darum wurde Herr Böhm ausgezeichnet:

Herr Böhm wird mit dem Sonderpreis der Stiftung NiedersachsenMetall für seine besonderen Verdienste im Bereich der Mathematik ausgezeichnet.

Vor nunmehr 19 Jahren legte der Sonderpreisträger an seiner Schule den Grundstein für eine Mathematik-Lernwerkstatt, die er seitdem maßgeblich weiterentwickelt und ausgebaut hat. 

Angelehnt an Mathematik-Mitmach Museen, wie dem Mathematikum in Gießen, fördert die Lernwerkstatt das räumliche Vorstellungsvermögen und Problemlöseverhalten, die Kreativität und die Kooperationsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern. Dabei geht es nicht in erster Linie um kognitives Lernen, sondern vielmehr um den phantasievollen, forschenden Zugang zur Mathematik mittels verschiedener Methoden. So gelingt es, Schülerinnen und Schüler auf vielfältige und unkonventionelle Art und Weise an die Mathematik heranzuführen.

Die Mathematik-Lernwerkstatt ist in der Region beliebt und bekannt, so dass auch interessierte Lehrerinnen und Lehrer zu Weiterbildungen oder zum Kennenlernen das Angebot nutzen.

Auch im Bereich der Wettbewerbe ist Rainer Böhm seit langer Zeit aktiv. In diesem Jahr führte seine Schule bereits zum 19. Mal eine schulinterne Mathematikolympiade für die Jahrgänge 5-10 durch, an der durchschnittlich 70 Schülerinnen und Schüler teilnehmen.

Frau Dr. Beate Brase ist Fachlehrerin für Chemie und Physik. Sie unterichtet seit 2000 am Erich-Kästner-Gymnasium Laatzen.

Erich-Kästner-Gymnasium Laatzen
Marktstraße 33
30880 Laatzen

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Frau Dr. Brase:

Projekte:

• Raumfahrt AG

• Stipendiatin der NASA, des MIT Boston, der ESA und der TU Dresden

• Weiterentwicklung des Projekts „Physik für helle Köpfe“ zum „Erich-Labor“

• Kinder-Uni

Teilnahme an Wettbewerben:

• „Ideenflug“ der EADS

• Beitrag zum Jahr der Energie (2010)

• Beitrag zum Jahr der Chemie (2011)


Darum wurde Frau Dr. Brase ausgezeichnet:

Dr. Beate Brase ist eine leidenschaftliche Naturwissenschaftlerin, die mit ihrer eigenen authentischen Begeisterung junge Menschen mitreißt. Dank ihres Hintergrundes als Diplom-Physikerin mit Promotion in Chemie sowie mit Erfahrung in der Industrie ist sie eine Lehrerin mit außergewöhnlicher Nähe zum aktuellen Stand der Forschung. 

Ihre Schülerinnen und Schüler profitieren hiervon direkt, zum Beispiel durch die Teilnahme an der International Masterclass am Physikalischen Institut der Fakultät für Physik in Göttingen. Hier machte sich ihr Physik-Oberstufenkurs unter anderem auf die Suche nach dem Higgs-Teilchen. 

Diese Mischung aus Faszination und Neugier ist ansteckend: Aufgrund ihres Engagements kommen regelmäßig große Leistungskurse in den Fächern Chemie und Physik am Erich-Kästner-Gymnasium zustande. Für ihren Unterricht gestaltet Dr. Beate Brase immer wieder spannende und motivierende Problemstellungen, die sich im interdisziplinären Kontext zwischen Engineering, Physik und Chemie wiederfinden. 

Getrieben von ihrem Wissensdurst scheint sie dabei weder Ferien noch Freizeit zu kennen und keine Kosten oder Mühen zu scheuen.

Für ihr besonderes Engagement in den MINT-Fächern wird Dr. Beate Brase mit dem Preis der Stiftung NiedersachsenMetall 2012 ausgezeichnet.

Herr Thomas Biedermann, geb. 1954, ist Fachlehrer für Mathematik, Informatik und Physik. Er unterricht seit 1979 am Christian-Gymnasium Hermannsburg.

Christian-Gymnasium Hermannsburg
Missionsstraße 6
29320 Hermannsburg

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Herrn Biedermann:

Projekte:

• „Jugend forscht“

• Radioastronomie-AG

Teilnahme an Wettbewerben:

• „Jugend forscht“ seit 1992

• „Niedersachsen geht auf Ideenfang“ 2007, 2009, 2011


Darum wurde Herr Biedermann ausgezeichnet:

Thomas Biedermann kann voller Respekt und Anerkennung als „Mr. Jugend forscht“ vorgestellt werden. Sein jahrelanges und überdurchschnittliches Engagement als Landeswettbewerbsleiter für Niedersachsen ist untrennbar verknüpft mit der Jugend forscht AG am Christian-Gymnasium. Entsprechend beeindruckend ist seine Bilanz: In den zehn Jahren ihrer Existenz betreute er mehr als 130 Projekte, von denen es viele bis zur Landes- und Bundesrunde brachten und sogar schon mehrfache Einladungen in die USA zur International Science and Engineering Fair, der weltweit größten Wissenschaftsmesse für Schülerinnen und Schüler, zur Folge hatten.

Stets freundlich und entspannt, fördernd und fordernd und dabei fachlich hochkompetent begleitet er die jungen Menschen bei der Entwicklung ihrer Projekte. Nicht wenige seiner Schützlinge wenden sich nach dem Abitur einem naturwissenschaftlichen Studium zu, in dem sie dank der guten Vorbildung, die sie durch ihn erhalten haben, erfolgreich Fuß fassen.

Thomas Biedermann ist 1979 in den Schuldienst eingetreten und seitdem „seinem“ Christian-Gymnasium treu. In dieser langen Zeit hat er sich durch sein kontinuierliches Engagement ein Netzwerk mit zahlreichen tragfähigen und intensiven Kontakten in Wissenschaft und Wirtschaft aufgebaut. Dort gilt er als zuverlässiger und hochengagierter Partner, mit dem die Zusammenarbeit stets Spaß macht und von Erfolg gekrönt ist. So wirkt er beispielsweise im Bereich der Mädchenförderung seit 2009 am Hannoveraner Kongress „Mädchen und Technik“ mit und ist für die IdeenExpo 2013 als Beratungslehrer tätig.

Thomas Biedermann ist eine Persönlichkeit, dem man die Leidenschaft für das Lehren anmerkt. Ihm gelingt es, seine eigene Freude am Forschen und Entdecken auch nach mehr als 30-jähriger Berufstätigkeit ungebrochen aufrecht zu erhalten und weiterzugeben. Mit außergewöhnlichem Engagement setzt er sich unablässig dafür ein, junge Menschen nachhaltig für naturwissenschaftliche Fächer, insbesondere die Physik, zu begeistern. 

Für sein besonderes Engagement in den MINT-Fächern wird Thomas Biedermann mit dem Preis der Stiftung NiedersachsenMetall 2012 ausgezeichnet.

Frau Sabine Carlow-Meyer ist Fachlehrerin für Mathematik, Informatik und Technik. Sie unterrichtet seit 2006 an der Oberschule Celle III.

Oberschule Celle III
Schulstraße 4
29227 Celle

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Frau Carlow-Meyer:

Projekte:

• Roboter-AG

• Internetradio-Führerschein

Teilnahme an Wettbewerben:

• Regelmäßige Teilnahme am Celler Mindstorms Challenge


Darum wurde Frau Carlow-Meyer ausgezeichnet:

Das Fach Technik möchte Sabine Carlow-Meyer allen ihren Schülerinnen und Schülern nahe bringen. Ganz bewusst bietet sie daher keine gesonderten Mädchen-Technik-Projekte an, sondern hat die Mädchen in ihrem Unterricht, wie sie sagt, „besonders im Blick, so dass sie nicht verloren gehen“. Und das mit Erfolg: Viele Schülerinnen melden zurück, dass sie Technik nach anfänglicher Skepsis viel spannender finden, als zunächst von ihnen vermutet. Als Technik-begeisterte Lehrerin trägt Sabine Carlow-Meyer als „lebendiger Gegenbeweis“ zum Abbau von Vorurteilen und Hemmschwellen bei ihren Schülerinnen bei und motiviert sie so, eine berufliche Laufbahn mit technischem Profil für sich in Betracht zu ziehen.

Um die erfolgreiche Berufsorientierung ihrer Schülerinnen und Schüler zu unterstützen, setzt sie sich für die Stärkung und den Ausbau von Projekten an außerschulischen Lernorten und Unternehmen ein. Kontakte zwischen Ausbildern und Auszubildenden werden angebahnt, Praktika vermittelt. Im Profilkurs „Berufe“, den sie für den 9. Jahrgang konzipiert hat, erkundet sie mit ihren Schülerinnen und Schülern technische Berufe in der Region, zeigt aber auch das universitäre Umfeld mit dem Besuch des TechLabs in Hannover auf.

Sabine Carlow-Meyer bewegt mit ihrer Energie und ihrem zielstrebigen Engagement viel. Sie ist eine Macherin, die tatkräftig auf die Bedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler zugeschnittene Angebote entwickelt und umsetzt. Vor allem für die Mädchen ist sie damit ein positives Vorbild in Sachen MINT.

Für ihr besonderes Engagement in den MINT-Fächern wird Sabine Carlow-Meyer mit dem Preis der Stiftung NiedersachsenMetall 2012 ausgezeichn

Herr Martin Ratermann, geb. 1960, ist Fachlehrer für Chemie und Biologie. Er unterrichtet seit 1987 am Gymnasium Liebfrauenschule Vechta.

Gymnasium Liebfrauenschule Vechta
Marienstraße 4
49377 Vechta

Eine Auswahl der besonderen Leistungen von Herrn Ratermann:

Projekte:

• Seminarfach „Naturwissenschaftliche Phänomene“

• Chemie-AG

• Betreuung des Chemie-Projekts bei der Schülerakademie Stapelfeld und eines Chemiecamps in Schottland in den Herbstferien

Teilnahme an Wettbewerben:

• „Umweltfreundlicher Chemieunterricht“

• „Chemie und Schule“

• „Das ist Chemie“

• „Chemieolympiade“


Darum wurde Herr Ratermann ausgezeichnet:

Martin Ratermanns Hingabe an das Fach Chemie hat die Jury überzeugt. Sein Engagement und seine Freude hieran lassen sich auf beeindruckende Weise an der Fächerwahl seiner Schülerinnen ablesen. In den 20 Jahren seiner Tätigkeit an der Liebfrauenschule wählen durchschnittlich 20 Prozent eines Jahrgangs den Leistungskurs Chemie, weitere 20 Prozent entscheiden sich für den Grundkurs – also fast die Hälfte eines Jahrgangs setzt sich weiterhin mit einem Fach auseinander, dass an anderen Schulen gerne sobald wie möglich aus dem Stundenplan verbannt wird und als „schwer“ verschrien ist. Auffallend viele Absolventinnen der Liebfrauenschule studieren nicht zuletzt dank des Unterrichts bei Martin Ratermann naturwissenschaftlich-technische Studiengänge.

Auch als Referent für regionale Lehrerfortbildungen und als Schulbuchautor gibt Martin Ratermann sein umfangreiches Wissen über die Welt der Chemie weiter. Dieses Engagement wird auch von Seiten der Chemischen Industrie anerkannt, die seine Arbeit über viele Jahre mit Schulförderungen unterstützt hat.

Martin Ratermann, so scheint es, lebt für die Chemie. Dieser jahrelange und kontinuierliche Einsatz für ein Fach, das essentiell für das Verständnis unserer modernen Welt ist, hat die Jury tief beeindruckt.

Für sein besonderes Engagement in den MINT-Fächern wird Martin Ratermann mit dem Sonderpreis der Stiftung NiedersachsenMetall 2012 ausgezeichnet.

Ihre Ansprechpartner

Karsten Heller

Projektkoordination
Stiftung NiedersachsenMetall Schiffgraben 36 | 30175 Hannover

Elke Peters

Projektkoordination
Stiftung NiedersachsenMetall Schiffgraben 36 | 30175 Hannover
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