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Virtuell und trotzdem mittendrin

Normalerweise hätten es die Schülerinnen und Schüler der IGS Franzsches Feld gar nicht weit bis zur Braunschweiger Flammenfilter GmbH. Ein Betriebsbesuch bei dem Unternehmen, das Armaturen zum Explosionsschutz herstellt, ist in Corona-Zeiten allerdings undenkbar – eigentlich: Die Stiftung NiedersachsenMetall hat die Jugendlichen und den Betrieb nämlich virtuell zusammengebracht. Gemeinsam mit der Kooperationsinitiative Maschinenbau und der Agentur für Arbeit hat Stiftungsmitarbeiter Ulrich Rode eine Online-Betriebsbesichtigung organisiert: „Wir wollen Unternehmen die Möglichkeit geben, junge Leute zu erreichen“, erklärt er. „Bei den Jugendlichen möchten wir im Corona-Alltag vor allem Emotionen wecken – Theorie vergisst man schnell, echte Erlebnisse bleiben hängen!“ Mitte März geht es für die Zehntklässler also vom Klassenzimmer in die Azubiwerkstatt – einfach per Mausklick. Mit dabei: Ausbilder Sören Pape und Zerspanungsmechanik-Azubi Hendrik Bode. Über eine Videoplattform führen die beiden mit einem selbstgedrehten Video durch ihr Unternehmen: Vom Besucherzentrum, wo es einen Flammenfilter aus der Nähe zu sehen gibt, über die Einzelteilfertigung, die Qualitätssicherung und die Montage bis hin zur Ausbildungswerkstatt, wo Hendriks Azubi-Kollegen fräsen, drehen und schleifen. Anschließend dürfen die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen loswerden. Azubi und Ausbilder stehen gerne Rede und Antwort: „Es ist toll, dass durch dieses Format potenzieller Nachwuchs auf uns aufmerksam wird“, sagt Pape, „noch wichtiger ist aber, dass die Jugendlichen einen Job finden, der ihnen Spaß macht. Auch dafür kann so ein virtueller Einblick hilfreich sein.“