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Kritik an Haushalt: PISA-Schock verhallt ohne Konsequenzen

Deutschland hat in der jüngsten PISA-Studie sein schlechtestes Ergebnis seit Beginn der Untersuchungen erreicht. Foto: Getty (Symbolbild)

Nach Ansicht der Stiftung NiedersachsenMetall wird der Kultusetat der niedersächsischen Landesregierung den aktuellen Herausforderungen im Bildungsbereich nicht gerecht.

Mit Blick auf die heutige Landtagsdebatte über die PISA-Studie sagt Stiftungsgeschäftsführer Olaf Brandes: „Spätestens nach den dramatischen Ergebnissen der jüngsten PISA-Studie hätten wir erwartet, dass im Bildungssektor endlich konkrete Konzepte vorgelegt werden, mit denen die Missstände in unserem Bildungssystem angegangen werden können. Wie begegnet man dem Lehrkräftemangel, welchen Stellenwert soll das Leistungsprinzip vor dem Hintergrund einer Abschaffung von Noten zukünftig in den Schulen haben, wie soll mit den zunehmenden Sprachdefiziten von Schülerinnen und Schülern umgegangen werden? Auf diese und weitere Fragen hätte es aus unserer Sicht im Kultus-Haushalt substanzielle Antworten geben müssen. Doch dieser dringende Handlungsbedarf spiegelt sich im Finanzplan der Landesregierung leider nicht wider.“

Anstatt inflationsbedingte Mehreinnahmen in Milliardenhöhe für mehr Personal an unseren Schulen zu investieren, würden Rücklagen gebildet, deren konkrete Verwendung noch nicht festgelegt sei, kritisiert Brandes und sagt: „Der schlechteste Unterricht ist derjenige, der gar nicht erst stattfindet. Alle Akteure sind sich darüber einig, dass Quereinsteiger und pensionierte Lehrkräfte zur Linderung der akuten Personal-Engpässe an Schulen einfacher gewonnen werden müssten. In beiden Kategorien hat Niedersachsen Aufholbedarf. Anstatt den x-ten Arbeitskreis zum Thema Quereinstieg zu gründen, sollte das Land endlich ins Handeln kommen. Diese Chance wurde mit dem aktuellen Haushalt aber verpasst. Dabei sind wir es den Schülerinnen und Schülern aber auch Eltern schuldig, endlich eine tragfähige Perspektive für weniger Unterrichtsausfall zu eröffnen.“

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